Der Kulinarik-Kompass für St. Pölten

Christoph Schwarz, 07.02.2025

Von Fine Dining über Italo-Flair bis zum Wirtshaus: Die Gastroszene in St. Pölten hat in den vergangenen Jahren ein kulinarisches Profil entwickelt, das sich sehen lassen kann. Auch ohne Delikatessenläden und Nahversorger geht es nicht. Ein Kompass für Genießer.

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Als im Jahr 2021 das »Aelium« in der Innenstadt seine Pforten öffnete, waren viele Augen auf das Lokal und seine drei jungen Gründer aus der Wachau gerichtet. Fine Dining in St. Pölten, geht denn das? Heute, fast vier Jahre später, kann man getrost sagen: Ja, das geht. Küchenchef Christoph Vogler serviert hier gute Küche mit viel Finesse und dem (wohltuenden) Selbstbewusstsein, sich nicht den allgegenwärtigen Prämissen von Regionalität und Saisonalität zu unterwerfen. So steht hier Sepia mit Karfiol und Zimt ebenso auf der laufend wechselnden Menükarte wie Buttermakrele mit Räucheraal, Takuan und Enten-Jus oder Neuseeland-Lamm. Die Calamari Fritti und die Aelium Sushi Roll wiederum, die es à la Carte gibt, sind fast schon so etwas wie moderne Klassiker. Selbiges gilt für den Käsewagen, der eigentlich ein umgebauter Sekretär ist und in seinen Schubladen und Fächern Spezialitäten aus aller Welt verbirgt. Wenn Vogler an den Tisch kommt und diese behände öffnet und berät, sind Käseliebhaber im Glück.

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