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Chasselas gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Rebsorten unseres Landes. Auch wenn die Rebfläche seit den letzten zehn Jahre rückläufig ist, führt sie weiterhin mit grossem Abstand die Rebsortenstatistik hinsichtlich der weissen Sorten an. Knapp 3800 Hektaren sind – Stand November 2018 – in der Schweiz mit Chasselas bepflanzt, allein 2267 Hektaren davon im Kanton Waadt, wo die Sorte in atemberaubender Umgebung durchaus Weine von Weltformat hervorbringt. Auch im Wallis spielt Chasselas, hier Fendant genannt, eine bedeutende Rolle. Wie unfassbar wichtig die Rebsorte jedoch für die Waadt ist, zeigt sich allein schon, wenn man die Rebfläche im Wallis, dem grössten Weinbaukanton unseres Landes, betrachtet, die bei 825 Hektaren liegt. Während der Chasselas hierzulande den Ruf des typischen Schweizer Apéroweins nur schwer abstreifen kann, geniessen die Weine aus der Sorte, wenn sie denn einmal in den Export gelangen, durchaus grosses Ansehen. Nicht zuletzt aufgrund des grossen Reifepotenzials, das die Rebsorte mit sich bringt. Erst dann, erst gereift, zeigt sie ihr volles, wahres Potenzial, nur leider sind wir Schweizer im Austrinken der Weine äusserst schnell, sodass gereifte Jahrgänge nur mehr schwer zu finden sind. Dennoch gibt es Winzer, die den Weingeniessern genau dieses Potenzial näherbringen möchten und gereifte Jahrgänge auf den Markt bringen, auch aufgrund einer steigenden Nachfrage solcher Weine in der Gastronomie. Pionier in diesem Bereich ist sicherlich Louis Bovard aus Cully im Kanton Waadt.
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