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Als im Bordeaux des späten 19. Jahrhunderts die Reblaus und der Mehltau wüteten, flohen einige Weinproduzenten über die Pyrenäen und brachten ihre Methoden in die Region Rioja. Ein Glücksfall und ein sehr entscheidender Moment für die Region im Nordosten Spaniens. Bis heute prägt die Reifung im traditionellen Barriquefass die Weine aus der Rioja und verhilft ihnen zu einem einzigartigen Geschmacksprofil – egal, ob moderne oder klassische Interpretationen. In kaum einer anderen Weinregion auf unserem Planeten hat man den Umgang mit dem Barrique derart perfektioniert wie hier. Man kann getrost soweit gehen und den Ausbau im Holz zum Terroirausdruck der spanischen Paraderegion zählen. Denn schliesslich prägen nicht nur der Boden und das Klima den Wein, sondern vor allem der Mensch. Es ist der Winzer, der mit seinen Entscheidungen im Weinberg und im Keller den Geschmack eines Weines massgeblich beeinflusst. Der Umgang mit dem Barriquefass zählt in der Rioja zu den zentralen Kompetenzen eines Weinmachers, einige Bodegas produzieren ihre Fässer dann auch gleich selbst.
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