Beeindruckende Kulisse: Die warmen, sonnenbeschienenen Hänge um Bozen sind ideale Lagen für Lagrein.

Die Sieger der Lagrein Trophy 2023

Othmar Kiem, 16.03.2023

Bereits im 14. Jahrhundert wurde Lagrein als typische Südtiroler Sorte erwähnt. Lange Zeit lediglich als Verschnittpartner für Vernatsch verwendet, feiert der sortenrein ausgebaute Lagrein heute grosse Erfolge.

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Erst in den 70er-Jahren tauchten die ersten reinsortigen Lagrein auf, damals noch als «Lagrein Dunkel» bezeichnet. In den späten 80er-Jahren experimentierten einige Pioniere mit dem Ausbau im Barrique und machten den Wein damit sanfter. Mit 508 Hektar Anbaufläche belegt Lagrein heute knapp nach Vernatsch und Blauburgunder den dritten Rang unter den Südtiroler Rotweinsorten. Die ursprüngliche Heimat des Lagrein liegt im Bozener Ortsteil Gries. Auf den tiefgründigen Schotterböden fühlt er sich wohl. Auch die Hänge von St. Magdalena und Rentsch sind gut geeignet, ebenso die warmen Porphyrhänge um Auer, Branzoll und Siebeneich. Lagrein erbringt tiefdunkle, rubinviolette Weine mit spürbarer Säure und intensivem Tannin. Die Aromatik wird bestimmt von Kirschen, Brombeeren, Veilchen und dunkler Schokolade.

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