Werbung
2009 gab es am Zürichsee eine Premiere zu feiern: Die drei Weingüter Schwarzenbach, Lüthi und Rütihof debütierten mit einem gemeinsamen Räuschling. Das Terroir-Puzzle des Zürchsees – es reicht vom Sandstein-Verwitterungsboden über Lehmboden bis zu kiesigem Kalk auf Nagelfluh – hatte sich darin zu einem einzigen Wein verschmolzen. Die Winzer brachten die besten kleinbeerigen Trauben der drei Lagen Aebleten (Meilen), Lattenberg und Risi-Rain (Stäfa) zur schonenden Vinikation in den Keller von Schwarzenbach. Der Clou der Kelterung bestand darin, dass der Most mit Naturhefen vergoren wurde. Nicht mit irgendeiner Naturhefe, sondern mit jener «Mumienhefe», die der Mikrobiologe Jürg Gafner aus den alten Hefestämmen eines Schwarzenbach-Räuschlings des Jahrs 1895 (!) wieder vermehren konnte. Beste Voraussetzungen also, um dem R3 ein langes Leben zu prognostizieren.
Werbung