Das Appassimento-Verfahren stammt aus dem italienischen Valpolicella und kommt immer häufiger auch in Schweizer ­Kellern zum Einsatz.

Ein italienischer Trend erobert die Welt: Amarone Mio!

15.10.2018

Amarone, Ripasso und Co.: Weine aus getrockneten Trauben sind nicht nur beliebt, es gibt sie auch immer häufiger aus Schweizer Produktion.

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Wir Schweizer lieben Amarone. Kaum ein Markt ist wichtiger für den mächtigen Italiener als die Schweiz. Schliesslich sind Kraft und Opulenz für viele Weintrinker hierzulande das Nonplusul­tra. In diesem Jahr stieg der Export von Amarone und Ripasso um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. «In der Schweiz zählen die Veneto-Weine zu den beliebtesten Italiens. Vor allem Ripasso und Amarone verkaufen wir schon lange sehr erfolgreich und marktführend», betont Rudi Bindella vom gleichnamigen Weinhandels- und Gastrounternehmen aus Zürich. Der Konsument liebt seiner Erfahrung nach gefällige, fruchtbetonte und trinkreife Weine, die gleichzeitig mit Üppigkeit, Kraft und Gehalt ausgestattet sind. Genau diesen Nerv treffen die fülligen Norditaliener. Spricht man über Amarone, fällt schnell ein Name: Masi, das wohl bekannteste Weingut aus dem Veneto. Von der internationalen Weinkritik regelmässig mit Höchstnoten ausgezeichnete Weine machten Masi zum grossen Wegbereiter für Amarone auf internationaler Ebene. Das Haus löste eine starke Strömung aus, was zu einer massiven Erhöhung der Produktionsmenge in der Region führte. Damit stieg der Konkurrenzdruck innerhalb des Valpolicella erheblich – und gleichzeitig sanken die Preise, was sich eigentlich nur schwer nachvollziehen lässt. Schliesslich steckt in der klassischen Produktion, dem Appassimento-Verfahren, wie das Trocknen der Trauben ge-nannt wird, viel Arbeit und noch mehr Zeit und bekanntlich ist beides bares Geld wert.

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