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Er lebte in der Gascogne, der gute d’Artagnan, einer der verwegenen Musketiere. Von dort stammt auch eine genussvolle Spirituose mit einer ebenso leidenschaftlichen Beschaffenheit, wie sie d’Artagnan an den Tag legte: der Armagnac. Armagnac, was so viel wie «brennendes Wasser» bedeutet, ist die älteste bekannte französische Spirituose mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung und gilt in der Gas-cogne noch immer als Lebenselixier. Ausserhalb Frankreichs mangelt es dem Armagnac allerdings erkennbar an Populari-tät, er wird teilweise sogar ein wenig abschätzig als «kleiner Bruder» seines berühmteren Verwandten, des Cognacs, bezeichnet. Einer breiteren Öffentlichkeit ist Armagnac bloss als ideales Geburtstagsgeschenk vertraut, weil es viele Flaschen mit allen möglichen Jahrgängen gibt. Viele Konsumenten glauben noch immer an jene unzutreffende Vorstellung eines minderwertigeren Cognacs – ein Imageverlust, von dem sich der Armagnac bis heute nicht ganz erholt hat. Darüber hinaus war die Fokussierung auf Vintages, also auf Destillate eines Jahrganges, für den Armagnac keineswegs von Vorteil. Viele Kunden – oder Beschenkte – haben noch heute eine Flasche mit einem Jahrgangs-Armagnac in ihren Barschränken, den sie nur zu einem besonderen Moment öffnen wollen. Mit einem derartigen Image behaftet, hat es auch der beste Armagnac schwer auf dem Markt. Und das, obwohl viele der traditionsreichen Cocktails im 19. Jahrhundert mit französischem Cognac oder Armagnac kreiert wurden, bevor die Reblauskrise dafür sorgte, dass mehr und mehr Whisk(e)y verwendet wurde.
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