Wo Enzian blüht, ist guter Käse nicht weit. Auf Vorarlberger Almen zum Beispiel.

Fromage á trois: Rupp Käse im Porträt

Thorsten Bayer, 12.01.2017

Die Privatkäserei Rupp macht in dritter Generation Käse aus Leidenschaft. Grund genug, das Vorarlberger Traditionsunternehmen ein wenig unter die Lupe zu nehmen.

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Geschichte spielt bei Rupp eine grosse Rolle. Firmen- und Familienhistorie hängen bei dem Hörbranzer Unternehmen untrennbar zusammen. Josef Rupp, Jahrgang 1959, führt gemeinsam mit seinem Bruder Ludwig und Schwager Harald Fischli den grössten privaten Milchverarbeitungsbetrieb Österreichs. Der Firmengründer, Grossvater Josef I., erzeugte bereits im zarten Alter von dreizehn Jahren selbstständig Käse. Das dabei verdiente Geld steckte er in den Besuch einer Schweizer Molkereischule. Sein Enkel hat nicht nur den Geschäftssinn, sondern auch die Leidenschaft für Käse geerbt. «Ich selbst habe als junger Bursche etliche Monate als Hütebub und Sennergehilfe auf Vorarlberger Alpen verbracht. Davon sind nicht nur schöne Erinnerungen geblieben; vielmehr wurde durch dieses intensive Hineinschnuppern eine emotionale Beziehung zum Alpwesen aufgebaut, die bei meinen regelmässigen Alpbesuchen und in Gesprächen mit Sennern besonders auflebt», erinnert er sich im 2014 erschienenen Buch «Von der Alp auf den Teller – Käsekultur in Vorarlberg», das er mitkonzipiert hat.

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