Gin: Die verschiedenen Arten und Stile

Erhard Ruthner, 18.10.2018

Gin ist nicht gleich Gin. Die bekannteste Gin-Art ist der London (Dry) Gin. Es gibt aber noch andere Arten und Stile wie etwa Aged Gin, Gin Rosé und Sloe Gin. Eine Übersicht.

Werbung

Die Grundregel ist einfach: Alle Ginsorten müssen aus einem destillierten Basis­alkohol bestehen, der mit Wacholder und anderen pflanzlichen Rohstoffen – im Fachjargon als Botanicals bezeichnet – aromatisiert wird. Dabei wird als Beschreibung dieser Basis der Begriff «Ethylalkohol aus landwirtschaftlichen Produkten» verwendet, hinter dem sich die Aussage verbirgt, dass jede Art von Basis (Getreide, Früchte, Kartoffeln etc.) verwendet werden kann. Tatsächlich wird für die meisten Gin­sorten Getreidealkohol verwendet, doch es gibt auch Alternativen wie etwa Wein (G’vine), Äpfel (Kaiser Gin) oder sogar Zuckerrohr (Gölles Hands On). Für die Aromatisierung ist Wacholder als einzige Pflanze absolute Pflicht, im Lebensmittelbuch wird ausdrücklich Juniperus communis (Gemeiner Wacholder) erwähnt, obwohl es um die 50 weitere Arten gibt. Alle anderen Botanicals können in der Art und Anzahl völlig frei gewählt werden. Auffallend ist, dass traditionelle Rezepte meist mit wenigen Zutaten auskommen: Der berühmte Beefeater London Dry Gin etwa hat nur neun Botanicals. Moderne Varianten warten meist mit deutlich mehr auf, teils ist die Anzahl aus dem Markennamen ersichtlich, wie etwa beim Monkey 47. Grundsätzlich ist kein Hersteller verpflichtet anzugeben, wie viele oder welche Pflanzen in seinem Gin Verwendung finden. Viele tun es dennoch, da die Wahl und Zusammenstellung oft zu den entscheidenden Merkmalen des jeweiligen Gins gehören.

Weiterlesen

Werbung