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An einem sonnigen Sonntagmittag im Herbst ist das Restaurant »Aqua Crua« nahe Vicenza nahezu ausgebucht. Auf den Tischen vor den großteils elegant gekleideten Gästen steht eine ganze Batterie an Amuse-Gueules, die origineller kaum sein könnten. Darunter etwa eine übergroße Ameise aus Metall mit zusammengerolltem, eingelegtem Kohlrabiblatt im Maul; oder eine herzförmige, von innen beleuchtete Schatulle, darin ein Cracker in Form eines Verlobungsrings und belegt mit Kaviar. Es gibt also einiges Skurriles zu bestaunen am Tisch. Und dennoch blicken die meisten Gäste immer wieder etwas verstohlen in Richtung Schauküche, wo ein halbes Dutzend Köche in blütenweißen Uniformen und mit klassischen Kochhauben ans Werk geht.
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