Christian Obrecht beim Herausschaufeln der Pinot-Noir-Maische.

Graubünden: Erlesene Handarbeit

Martin Kilchmann, 26.09.2016

Generationenwechsel, alternative Rebenpflege, Beschränkung aufs Wesentliche und ein abgeklärter Altmeister. Ein Sommerbesuch in der Bündner Herrschaft.

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Winzer brauchen Nerven wie Stahlseile. Und eine gehörige Portion Demut. Sie sind der Natur ausgeliefert und dürfen sich trotz aller Routine keine Sorglosigkeit leisten. Letztes Jahr wurden sie verwöhnt. Wetter, Wachstum und Reife hätten nicht besser sein können. Dieses Jahr erfolgte die Retourkutsche. Frost im Frühling, Dauerregen im Frühsommer, eine schwierige Blüte mit unterschiedlich befruchteten Trauben, drohende Mehltaugefahr. Alles Bausteine zur Entromantisierung des Winzerberufs.

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