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Winzer brauchen Nerven wie Stahlseile. Und eine gehörige Portion Demut. Sie sind der Natur ausgeliefert und dürfen sich trotz aller Routine keine Sorglosigkeit leisten. Letztes Jahr wurden sie verwöhnt. Wetter, Wachstum und Reife hätten nicht besser sein können. Dieses Jahr erfolgte die Retourkutsche. Frost im Frühling, Dauerregen im Frühsommer, eine schwierige Blüte mit unterschiedlich befruchteten Trauben, drohende Mehltaugefahr. Alles Bausteine zur Entromantisierung des Winzerberufs.
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