Der Dry January ist ein Monat des Verzichts. Doch Verzicht allein macht nicht glücklich.

Januar ist dann, wenn man Genuss rechtfertigen muss. Aber warum eigentlich?

Alexander Thürer, 07.01.2026

Der Start in ein neues Jahr kann etwas wirklich Belebendes sein. Neue Projekte, neue Ziele, manchmal ein neuer Job, vieles, auf das man sich freuen kann. Warum aber machen wir uns den Start selbst so schwer?

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Die Krux mit den guten Vorsätzen zum neuen Jahr kennt wohl jeder. Voller Enthusiasmus und mit dem ein oder anderen Gläschen im Kopf werden an Silvester die Pläne für das neue Jahr festgelegt: weniger schlemmen, mehr Sport, endlich mit dem Rauchen aufhören, endlich die Dinge erledigen, die schon viel zu lange auf der langen Bank versauern, kein Alkohol mehr… die Liste ist beliebig lang und höchst individuell. Erfahrungsgemäß überleben die meisten dieser guten Vorsätze aber kaum die erste Januarwoche, denn zu schnell hat einen der Alltag wieder. Das war aber irgendwie auch Teil des Rituals, es war quasi eingepreist und man hatte direkt ebenso unterhaltsamen wie selbstironischen Gesprächsstoff, wenn man sich am 3.1. schon wieder die erste Zigarette in den Mund geschoben hatte. Dieser verdammte Schweinehund eben. Aber ganz schleichend hat sich dieses erheiternde Belächeln der eigenen Unzulänglichkeit in ein nerviges »Sich-rechtfertigen-müssen« verwandelt. »Wie, du trinkst Alkohol? Was, du isst noch Fleisch? Weißt du nicht, wie ungesund das ist?«. Das drückt bei vielen gleich zu Beginn mächtig auf die Stimmung.

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