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Wenn der Herbst kommt und die Tage kürzer werden und das Wetter kühler, ist der ideale Zeitpunkt, um ein Kaninchen zu kaufen – und sich mit ihm einen schönen Tag lang in die Küche zurückzuziehen. Denn es ist wohl das einzige Säugetier, das auch in einer normalen Küche komplett verarbeitet werden kann. Das Ergebnis ist ein abwechslungsreiches, köstliches Menü – und der Weg dorthin macht riesigen Spass. Das Tier hat einen wunderbar feinen Eigengeschmack, der sich mit wenig anderem vergleichen lässt. Ähnlich wie Poulet ist es neutral genug, um zahlreichen Saucen und Gewürzen eine zarte Bühne zu bieten. Die saftig-fleischigen Hinterläufe lassen sich wunderbar im Ofen schmoren oder confieren. Der zarte Rücken ist perfekt geeignet, um kurz und rosa gebraten zu werden. Vorderläufe, Bauch und Kopf geben genug Fleisch für köstliche Rillettes, die Knochen sorgen für einen aromatischen Fond. Und für Innereien-Liebhaber ist Kaninchen sowieso ein Highlight. Lange musste man als Kaninchen-Connaisseur damit leben, dass die Tiere meist nicht aus sehr tierfreundlicher Haltung stammten. In letzter Zeit aber hat sich einiges getan in der Kaninchenmast. In ganz Europa haben engagierte Züchter und Mäster neue Systeme entwickelt, um den Tieren vor der Schlachtung ein schönes Leben zu ermöglichen. Es ist also höchste Zeit für eine Kaninchen-Küchen-Renaissance.
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