Teures Stück Fleisch: Nur 300 Kobe-Rinder werden nach Europa exportiert, etwa von »Otto Gourmet«.

Kobe Beef: Die pure Fleischeslust

Othmar Kiem, 16.04.2017

Südtirol hat sich zu einem kulinarischen Vorzeigeland entwickelt. Welche Produkt­fanatiker in dieser Region leben, zeigt das Beispiel des Wirten Otto Mattivi mit dem ­Steak-Restaurant «Hidalgo».

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«Am liebsten geniesse ich es pur», gesteht Otto Mattivi und lässt sich einen Bissen auf der Zunge zergehen. Kobe Beef überrascht. Da ist zunächst der dünne Schnitt, eher wie Schnitzel denn wie ein Steak. Alles, was wir in den vergangenen Jahren über hochwertiges Fleisch gelernt haben – dass es am besten gut drei Finger hoch und im Inneren noch rosa sein soll –, gilt hier nicht. Kobe Beef wird nur einen Zentimeter dick geschnitten und kurz grilliert. Die starke Marmorierung erzeugt Saftigkeit und intensiven Geschmack; die Faserung ist wunderbar zart, erinnert weniger an Rind denn an Gänseleber oder Kalbsmilken.

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