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Wie verpasse ich meinem Drink nochmal richtig Wumms? Diese Frage stellen sich Hobby-Bartender und Mixologen seit Urzeiten gleichermaßen. Eine Möglichkeit, Textur, Aromatik und Mundgefühl eines Drinks auf eine neue Ebene zu heben, ist schon seit der Frühzeit der Cocktailkultur die Zugabe eines kräftigen Schusses Champagner. Einer der ältesten und bis heute beliebtesten Drinks dieser Machart ist zweifelsfrei der »French 75«, basierend auf 3 cl Gin oder wahlweise Cognac, 1,5 cl Zitronensaft, 1,5 cl Zuckersirup und Champagner. Sein Name (hier schließt sich übrigens der Kreis zum Wumms) geht im Übrigen auf eine gefürchtete Artilleriewaffe der französischen Streitkräfte, die »Canon de 75 modèle 1897«, zurück, doch es gehört zu den Kuriositäten der Geschichte, dass der einst als »zielsicher« beschriebene Cocktail in seinen frühesten Erwähnungen noch ohne Champagner und lediglich aus Gin, Grenadine, Calvados und etwas Zitronensaft zubereitet wurde. Erst Ende der 20er-Jahre sollte er sich zu einem Highball auf Champagner-Basis weiterentwickeln. Auch die Form des Klassikers veränderte sich mit der Zeit, und heute wird er eher in der Schale oder Sektflöte, statt im Highball-Glas serviert.
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