Zum Schloss Reichenau von Gian-Battista von Tscharner und seinem Sohn Johann-Baptista gehören in der Herrschaft und im Churer Rheintal 5,3 Hektaren Reben.

Kontinuität und Aufbruch beim Weingut «von Tscharner»

Martin Kilchmann, 27.10.2016

Besonders kreative Köpfe sind bei dieser Familie am Werk. Falstaff hat sich ein Bild gemacht und stellt die junge Talente vor.

Werbung

Johann-Baptista von Tscharner ist eben von der Jagd zurück. Stolz erzählt er, wie er eine Gamsgeiss geschossen hat. Dass seinem Vater Gian-Battista von Tscharner zwei Abschüsse gelungen sind, scheint ihn nicht zu fuchsen. Man könnte jetzt denken, logisch, Johann-Baptista steht halt im Schatten des charismatischen Familienoberhaupts. Doch weit gefehlt: Der Junior ist drauf und dran, aus dessen Schatten zu treten. Denn ohne grossen Aufhebens hat sich auf Schloss Reichenau, diesem solitären Weingut am ­Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein, ein Generationenwechsel vollzogen: Schlossherr Gian-Battista von Tscharner hat die ­operative Leitung seinem 30-jährigen Sohn übergeben. Er hilft zwar noch im Rebberg aus – bei meinem Besuch kam er gerade vom ­Mähen –, moderiert pointiert bei den vielen Präsentationen und gibt seine träfen Kommentare bei den regelmässigen Kontrolldegustationen der jungen Weine. Doch die Verantwortung trägt nun Johann-Baptista.

Weiterlesen

Werbung