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Von aussen wirkt der helle, kahle Raum wie eine Galerie. Selbst die einsame, rote Berkel im Schaufenster könnte so in einem der vielen Zürcher Showrooms ausgestellt sein. Hier geht es um Kunst, möchte man meinen, und ganz so falsch liegt man mit dieser Annahme auch gar nicht, wie wir an diesem Tag noch herausfinden werden. Der Laden in der Usteristrasse direkt neben dem Zürcher Löwenplatz ist eine Metzgerei. Drinnen ist noch nicht viel los, es ist früh am Morgen. Nur ein älterer, hochgewachsener Herr mit feinen Gesichtszügen und grau meliertem Haar ist zu sehen. Er steht hinter einer endlos lang scheinenden Theke und legt gerade behutsam ein Stück Trockenfleisch in die Auslage. Ludwig Hatecke ist Metzgermeister, kein typischer, und wohl genau deshalb eine wahre Legende, was sein Handwerk angeht. Er kreiert aus Fleisch Produkte, die er nicht nur geschmacklich, sondern auch hinsichtlich des Designs perfektioniert. Für ihn ist das Metzgerhandwerk nicht blosse Fleischverarbeitung, sondern viel mehr etwas Kreatives. «Ich sehe Fleisch vielleicht etwas anders als andere Metzger. Als etwas, aus dem man mehr machen kann, als bloss eine Scheibe abzuschneiden. Rein ästhetisch gesehen», erklärt er uns.
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