Marc A. Hayek: «Je weniger Tamtam, desto besser.»

Alexander Linz, 30.01.2019

Er dirigiert die Luxusmarken der Swatch Group: Und wer wie Marc Alexander Hayek Herr über so viel Zeitmessinstrumente ist, hat die Zeit fest im Griff. Wir trafen den Unternehmer zum Gespräch.

Werbung

Marc A. Hayek repräsentiert als Mitglied der Konzernleitung der Swatch Group die dritte Generation der Hayeks. Großvater Nicolas G. Hayek – er starb 2010 – hatte 1983 inmitten der Quarzkrise, als die Asiaten mit Billig-Quarz-Uhren die Märkte überschwemmten und es keine Nachfrage mehr nach mechanischen Uhren gab, durch die strategische Bündelung der Kräfte und Gründung der SMH (Société de Microélectronique et d’Horlogerie SA) viele der heute zur Gruppe gehörenden Uhrenmarken vor dem Untergang bewahrt. 1998 änderte man den Namen des SMH-Konzerns auf Swatch Group. Marc Hayeks Mutter Nayla fungiert als Präsidentin des Verwaltungsrates, sein Onkel Nick als Präsident der Konzernleitung und Mitglied des Verwaltungsrates. Ab 1992 arbeitete Marc Hayek bei Certina und Swatch, wollte dann aber etwas Eigenes aufbauen. 1996 wurde der heute 47-Jährige Vater eines neunjährigen Sohnes Gastronom in Zürich, in seinem Szenerestaurant »Colors« setzte er auf eine variantenreiche Küche, erlesene Weine und Zigarren. Es war Großvater Hayek, der seinen Enkel 2001 in die Swatch Group zurückholte. Mit Blancpain übertrug er ihm die Verantwortung der Führung einer Luxusmarke, die die Gruppe im Jahr 1992 von Jean-Claude Biver gekauft hatte. Nach dem Tod seines Großvaters übernahm Marc Hayek die Leitung der Luxusmarken Blanc­pain, Breguet und Jaquet Droz der Swatch Group – und neuerdings kümmert er sich auch um Glashütte Original.

Weiterlesen

Werbung