Mikroplastik in aller Munde

Marlies Gruber, 18.11.2018

Essen und trinken überall: Oft ist Kunststoff im Spiel – und der landet im Müll, am Strassenrand oder im Meer. Kleingeistig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen? Nein!

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So trendig «on the go» und «ready to eat» auch sind – wir brauchen Auswege für Einwegverpackungen. Denn Meere und Strände füllen sich mit Kunststoffabfall – darunter Plastikteller und -besteck, Plastikflaschen, Strohhalme, Einwegrasierer, Wattestäbchen, Luftballons und Luftballonhalter. Sie machen etwa 70 Prozent des am Strand gefundenen Mülls aus. Einer der grössten und bekanntesten Müllteppiche schwimmt zwischen Kalifornien und Hawaii, ist etwa vier Mal so gross wie Deutschland und wird von manchen als der «achte Kontinent» bezeichnet. Es ist der «Northern Pacific Garbage Patch». Kunststoffmüll sammelt sich aber in allen Weltmeeren und dass die Europäische Kommission nun im Mai eine Plastikstrategie verabschiedet hat, liegt nicht nur an der Rettung der Meere. Denn die EU steht vor einem riesigen Entsorgungsproblem, seitdem China zu Beginn des Jahres bekannt gab, dass es den europäischen Müll nicht mehr importieren wird. Schliesslich lagert Europa etwa die Hälfte des Kunststoffmülls in Drittländer aus, 85 Prozent davon übernahm bisher China. Für die Plastikberge ist schlicht kein Platz, und Recyclinganlagen sind Mangelware. Dabei zeigt die Trendnadel nach oben: In den vergangenen zehn Jahren nahm der Pro-Kopf-Verbrauch an Plastik in Deutschland um 30 Prozent zu und liegt derzeit bei rund 37 Kilogramm, so eine Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft. Neben einem Verbot unter anderem für Strohhalme, Plastikgeschirr und -besteck sollen nun bis 2025 die EU-Mitgliedstaaten 90 Prozent aller Plastikflaschen recyceln und bis 2030 alle Kunststoffverpackungen wiederverwertbar sein.

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