Restaurant »Knystaforsen« in Schweden: Sterneküche über dem Feuer

Sebastian Späth, 20.08.2025

In einem ehemaligen Sägewerk im Süden Schwedens bricht Nicolai Tram mit allem, was Gourmetküche bislang ausmachte. Es ist nicht nur, was er kocht, es ist die Art, wie er es zubereitet: Fast alle Gerichte im »Knystaforsen« entstehen draußen über offenem Feuer.

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Es dauerte rund zweieinhalb Millionen Jahre, bis der Mensch lernte, das Feuer zu beherrschen – und weitere anderthalb Millionen, bis er sich vom Rauch verabschiedete und den Elektroherd erfand. Beides sind Meilen­steine der Kochgeschichte. Die dritte kulinarische Revolution steht an diesem verregneten Samstagabend mit einem Schirm in der Hand vor einem knallroten Schwedenhaus mitten im Wald. Nicolai Tram sieht aus, als wäre er geradewegs einem Outdoor-Katalog entstiegen: jagdgrüne Funktionskleidung, wettergegerbter Lederhut, schwere Stiefel, braune Handgelenksriemen. Seinem Äußeren nach traut man ihm zu, jederzeit im Dickicht zu verschwinden und wenig später mit einem erlegten Reh oder Wildschwein über der Schulter zurückzukehren. Dabei sieht er immer so aus, wenn er kocht – zumindest, sobald Publikum im Spiel ist.

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