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«Die Riviera liegt da und sieht aus», schrieb der deutsche Publizist Kurt Tucholsky 1928, den üblichen Schilderungen vom azurblauen Meer, von romantischen Buchten und gleissendem Licht zum Trotz. Ein Zitat, das so manche Riviera-Fans bis heute auf die Palme bringt. Andere wiederum wünschen sich, dass es doch noch so wäre: eine Riviera, die einfach nur daliegt, ganz ohne Massentourismus. Riviera – wie wundervoll das klingt. Da erliegt man fast rettungslos einer Vorstellung von Glanz, Glamour und Schönheit. Selbst dann, wenn man schon einmal dort war und es eigentlich besser weiss. Denn die Riviera ist eine Ikone, das Original und Vorbild für alle anderen Kultstrände dieser Welt. Heute zieht uns die Königin der Küstenstriche mit einer warmen Brise Nostalgie in ihren Bann, in der Hoffnung, abseits des Trubels ein wenig vom Lebensgefühl ihrer besten Zeiten wiederzufinden. Und die Riviera hatte schon so viele gute Zeiten. Seit mehr als einem Jahrhundert zieht sie Menschen mit Geist und Geschmack und Geld an. In der Belle Époque kam zunächst der europäische Hochadel, dann landeten die Superreichen und die übrige Aristokratie dort, der Meeresluft und Landschaft wegen und um die exzellente Küche, die rauschenden Bälle und vermeintlich lockeren Sitten zu geniessen. Dann kamen die Künstler und die Stars, die es hier mitunter bunt trieben. Hotels waren die Bühnen dieser illustren Geschichten, allen voran das «unmöglich glamouröse» «Hôtel du Cap-Eden-Roc» am Cap d’Antibes.
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