Weil die Beziehungen zu Frankreich zunehmend schlechter wurden, suchten die Engländer Ende des 17. Jahrhunderts im Dourotal nach vinophilem Ersatz.

Not macht erfinderisch: Die Erfindung des Portweins

Peter Moser, 16.08.2024

Wäre es in Europa in den letzten Jahrhunderten immer friedlich hergegangen, dann wäre der Portwein vielleicht nie berühmt geworden. Erst die Kontinentalsperre der Briten, die mit den Franzosen im Clinch lagen, brachte für den gehaltvollen Roten aus dem Dourotal den entscheidenden Durchbruch.

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Dass im Nordwesten der Iberischen Halbinsel bereits in der Antike Reben wuchsen, davon weiß schon der Geschichtsschreiber Strabon zu berichten. An den Ufern des Douro-­Flusses ernteten die Römer im zweiten vorchristlichen Jahrhundert Trauben. Als 1143 das portugiesische Königtum entstand, entwickelte sich der Rebensaft schnell zum lukrativen Exportartikel. Der Begriff Port tauchte allerdings – erstmals urkundlich nachweisbar – erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in England auf, genauer im Jahr 1678 als »Vinho do Porto«. Benannt wurde er nach der Hafenstadt, von wo aus man ihn verschiffte.

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