Die Paicines Ranch setzt auf die Hilfe von Schafen bei der regenerativen Bewirtschaftung ihres rund zehn Hektar großen Weinbergs.

Regenerativer Weinbau: Die Zukunft der Landwirtschaft beginnt im Weinberg

Dominik Vombach, Benjamin Herzog, 17.03.2026

In einem sich rasant wandelnden Klima sind Rebberge, die widerstandsfähiger und wirklich nachhaltig bewirtschaftet sind, gefragter denn je. Die regenerative Landwirtschaft könnte ein Lösungsansatz sein: Mit intelligenten, evidenzbasierten Maßnahmen verspricht sie, Rebberge zu schaffen, die in weiten Teilen selbsterhaltend sind. Ist das der Weinbau der Zukunft?

Werbung

Der Rebberg der Paicines Ranch ist auf den ersten Blick unspektakulär. Er befindet sich eine Autostunde südlich von San José im kalifornischen Central Valley, das heute zum größten Teil intensiv bewirtschaftet wird – auch bekannt als Salatschüssel Amerikas. Erst wenn man sich dem Rebberg nähert, merkt man, dass er besonders ist. Die Reben klettern an großen Drahtrahmen hoch, die Traubenzone befindet sich auf Kopfhöhe, die Reihen sind breit, die Böden dicht mit Gras bewachsen und in der Ferne blökt eine Herde Schafe. Vineyard-Director Kelly Mulville hat hier sein Ideal eines Rebbergs erschaffen, ein Rebberg, der nur sehr wenige Betriebsmittel und wenig menschliche Arbeitskraft benötigt, dennoch gute Erträge von hochwertigen Trauben liefert, die Bodengesundheit verbessert, Kohlenstoff bindet, die Artenvielfalt erhöht und auch noch eine gute finanzielle Rendite abwirft.

Weiterlesen

Werbung