Reinhold Messner: »Ich konnte drei Tage klettern, ohne zu essen«

Judith Hecht, 20.06.2024

Die höchsten Gipfel hat Reinhold Messner erklommen, die größten Sand- und Eiswüsten der Welt durchquert. Gelungen sei ihm das alles, weil er in der Lage sei, zu verzichten, sagt der Abenteurer. Gut zu essen, am liebsten einfache, regionale Gerichte, darauf legt er dennoch großen Wert.

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An den Duft der goldgelben Krapfen kann sich Reinhold Messner noch heute erinnern. Jeden Samstag stand seine Mutter am Holzherd der Wohnstube und backte diese süßen Köstlichkeiten für ihre neun Kinder im heißen Fett heraus. Gerstensuppe, Schlutzkrapfen, Kaspressknödel, Apfelkiachl, Strauben, diese und andere Südtiroler Gerichte haben die Geschmacksnerven des wohl bekanntesten Bergsteigers der Welt geprägt wie nichts anderes. Dabei hat der Weltenwanderer auch viele kulinarische Abenteuer erlebt. »Ich habe nie wieder so gut wie im Kaukasus gegessen«, erzählt er. »Die Menschen dort haben eine Ess- und auch eine Weinkultur, die beeindruckend ist. Wenn dort eine Gesellschaft zusammentrifft, kommen dreißig verschiedene Speisen auf den Tisch. Es wird gegessen, gesungen und gefeiert, das ist ganz großartig.«

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