Restaurant der Woche: Flickflauder

Hans Theo Stamp, 06.06.2017

Sterneköchin Käthi Fässler hat das kreative Zepter in der «Flickflauder» fest in der Hand. Besonders herausragend sind die innovativen Desserts.

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Hotels der Oberklasse kommen heute nicht mehr ohne herausragende Küche aus. So gesehen müsste der Hof Weissbad nichts Besonderes sein. Ist er aber dennoch, und zwar aus drei Gründen. Mit Käthi Fässler ist nämlich erstens eine Frau für die Kochtöpfe verantwortlich, was immer noch rar ist. Zweitens hat sie den Titel «Köchin des Jahres» von «Gault&Millau» erhalten, auch wenn das schon einige Jahre zurückliegt. Drittens haben in dem beneidenswert gut gebuchten Haus die Hotelgäste absoluten Vorrang. Einen Tisch buchen können Auswärtige erst für eine Zeit, wo Hotelgäste schon den Espresso bestellen. Getafelt wird im zeitgenössisch gestalteten Vorzeigerestaurant «Flickflauder», was im einheimischen Idiom Schmetterling bedeutet. Daneben gibt es noch die etwas traditioneller gehaltene Schotten-Sepp-Stube. Lokales ist im «Flickflauder» hoch im Kurs, ohne dass man deswegen internationale Einflüsse verschmähen würde. Fleisch liefert manchmal – falls er genug hat – der bekannte Appenzeller Züchter Sepp Dähler, doch gibt es auch Carpaccio vom spanischen Wagyu-Beef. Das vegetarische Menü ist punkto Kreativität und Sorgfalt der Ausführung auf Augenhöhe mit der Fleischkarte. Tofu und Quorn haftet hier nichts von einem Ersatzprodukt an, sie sind stimmig in ihre Gerichte integriert.

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