Restaurant der Woche: Gül Restoran

Hans Georg Hildebrandt, 06.05.2019

Türkische Wohlfühloase: das «Gül Restoran» in Zürich bietet türkische Spezialitäten aus dem Holzofen und überzeugt mit netter Atmosphäre.

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Das erfolgreiche Zürcher Bayern-Lokal «Rosi» von Markus Stöckle und Elif Oskan treibt mit dem türkischen «Restoran Gül» – Türkisch für Rose – neue Erfolgsblüten. Das «Gül» im Zürcher Kreis 4 hat sich zum Renner entwickelt und ist ständig ausgebucht. Gäste, die spontan vorbeischauen, haben jedoch durchaus Chancen auf einen Platz im weltstädtisch wirkenden Lokal. Eine offene, dekorativ gekachelte Küche inszeniert die Arbeit ­der jungen Küchen- und Service-Crew am Holzofen und Holzkohlegrill und sorgt für Lebendigkeit. Aus dem Holzofen kommen beispielsweise die dünnen Gözleme, Fladenbrote zum Teilen, wie das bei den meisten Gerichten im «Gül» der Fall ist. Vom Grill kommt ein vorzüglicher Salat aus Lattich, Chicorée und Trevisano. Genauso wie die leckeren Chicken Külbastı, saftige Pouletschenkel-Teile auf Fladenbrot. Die Içli Köfte, gefüllte Bulgurbällchen, waren für unseren Geschmack etwas zu teiglastig, dafür gefiel der Eiersalat besonders gut. Insgesamt ist die Küche frisch, schmackhaft und nicht fleischlastig. Die Speisen sind mit für uns nicht alltäglichen Gewürzen aus Ostanatolien abgeschmeckt; Technik, Ab-schmecken und Plating entsprechen der verfeinerten Kulinarik, wie man sie schon aus dem «Rosi» kennt. Preislich bewegt sich ­das «Gül» auf gewohntem Zürcher Niveau, auch beim Wein, doch die Karte macht Laune. Wir verlassen das «Gül» mit einer Take-away-Box unter dem Arm. Und ja: ­Zu Hause schmecken die Speisen immer noch, aber die quirlige Atmosphäre des Lokals trägt zum Genuss das Ihre bei. Das Team Elif Oskan, Markus Stöckle und Vale Diem schreibt sich mit dem «Gül» ein weiteres Mal in die kulinarische Chronik der Stadt Zürich ein.

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