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Modern Japanese Cuisine im Berner Oberland? Und wie! Anfangs von Einheimischen bezweifelt, entpuppte sich die Idee, einen Ableger des New Yorker «Megu»-Restaurants im Luxushotel «Alpina Gstaad» zu betreiben, als goldrichtig. Im beeindruckenden Hotel-Ambiente mit herausragender Kunstsammlung kreierte Designer Noé Duchaufour-Lawrence ein elegantes Interieur, das sich an japanischen Wohnhäusern, Tempeln und antiken Kimonos orientiert.Küchenchef Takumi Murase und Sushi-Chef Tsutomu Kugota – oder Tak und Tom, wie sie von Habitués genannt werden – bereiten aus Zutaten erster Güte authentische, überraschende Gerichte zu. Das 7-Gang-Degustationsmenü zu 189 Franken startet mit würzigen, knusprigen und geschmeidigen Snacks. Filigran auf reizvollem Geschirr präsentiert, serviert von einer tadellosen Brigade. Gleich die ersten Gänge setzen ganz oben an: Wagyu-Carpaccio, Lachs-Tataki mit Mango, Grüner-Spargel-Okaki (Panade aus japanischen Crackern!) und kanzurimarinierte Shrimps. Der folgende Schweinebauch ist zart und knusprig wie ein Praliné, dazu Carabinero-Carpaccio, Yuzu und Randen-Variation. So geht Cross-over. Die folgenden Sushi, das Yuzu-Ceviche und das Kagero Wagyu Beef vom heissen Stein halten das kulinarische Crescendo aufrecht. Das Dessert allerdings kann da nicht ganz mithalten. «Megu»-Manager Andrea Piras ist ein passionierter, aufmerksamer Gastgeber und Japankenner. In seiner italienischen Brust schlägt ein japanisches Herz. Die Sake-Begleitung zum Menü ist eine sinnliche Geschmacksreise und Horizonterweiterung. Viele der raren Sakes werden direkt importiert.
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