Der Cervelat ist die Nationalwurst der Schweiz. Wer ihn nicht über dem offenen Feuer brät oder als «Waldfest» isst, macht einen Wurstalat daraus.

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Auf die Idee muss man erst einmal kommen, eine essbare Masse in eine Hülle zu stopfen. Der Mensch lernte, Fleischabschnitte vom Schlachtvieh zu verwenden, in einen Darm zu pressen, abzuschnüren und aufzuhängen. Konkret wurde diese Praxis mit den Römern, später entdeckten Dichter und Denker die Wurst für sich – literarisch wie praktisch. Die berühmteste Wurst der Welt ist der Haggis, dem der Dichter und schottische Nationalheld Robert Burns die Ode «Address to a Haggis» widmete. Ein Ungetüm. Ode wie Wurst! Die Wurst setzt sich aus den minderen Teilen des Schafs, ge­­rösteten Haferflocken und Gewürzen zu­­sammen und sorgt bei empfindlichen Menschen mit schwachen Magennerven für rote Köpfe. Für keine roten Köpfe sorgt die Schweizer Wurstvielfalt mit ihren rund 400 Sorten. Jede Region ist stolz auf ihre eigene Wurstspezi­alität. Berner Zungenwurst, Bündner Beinwurst, Glarner Kalberwurst oder Urner Hauswurst – alles da.

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