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Es ist noch gar nicht so lange her, da galt der Domplatz als die größte Fundgrube Österreichs. Mehr als ein Jahrzehnt lang wühlten sich Archäologen durch die Geschichte – und wurden fündig. Sie entdeckten Mauerfundamente und einen mittelalterlichen Friedhof, mehr als 22.000 Skelette konnten freigelegt werden. Diese Entdeckungen könnten St. Pölten noch weltberühmt machen, denn mit Proben aus den Gebeinen wollen Experten die Entwicklung der Pesterreger erforschen. Wer selbst zurück in die Vergangenheit reisen will, der kann mit XR-Brillen (Mixed-Reality-Brillen) die Leutkirche und die Andreaskapelle erkunden, die hier einst das religiöse Zentrum prägten. Eine virtuelle Darstellung der spätromanischen Fassade der Klosterkirche, die heute als Dom von St. Pölten bekannt ist, sorgt ebenfalls für Staunen. Mindestens so spannend ist freilich die Gegenwart, denn hier, im Herzen der Landeshauptstadt, hat sich viel getan. Der Platz selbst wurde neu gestaltet, man geht nun auf Waldviertler Granitsteinen, eine Sprühnebelanlage sorgt an heißen Tagen für Abkühlung und einige Bäume spenden Schatten. Zwar wurde das Projekt auch von Kritik begleitet, aber mittlerweile hat sich gezeigt, dass der Domplatz vor allem als Bühne bestens funktioniert. Pizzera & Jaus hatten bereits ihren großen Auftritt, Bands aus der Region wurde ebenfalls die Möglichkeit geboten, vor Publikum zu spielen.
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