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Beginnen wir mit einer Betrachtung über das Wursten. Das Zerkleinern von Zutaten bringt ein Höchstmass an Geschmack und aromatischer Komplexität hervor, wenn das Ausgangsmaterial hochwertig ist. Im Fall der Wurst reden wir dabei über Fleisch und Gewürze. Und natürlich lassen wir jene Erzeugnisse ausser Betracht, die aus Industrieabfällen bestehen und in Bahnhöfen und Autobahnraststätten an wehrlose Reisende verhökert werden. Ganz ähnlich wie eine exquisite Wurst muss man sich den Boden des Steinbergs vorstellen. Denn dem Herrn gefiel es, an diesem Ort in Jahrmillionen durch Überflutungen und Sedimentbildungen, durch Hebungen und Senkungen eine Vielfalt unterschiedlichster Gesteine zur Oberfläche zu tragen. Dann warf der Allmächtige den Fleischwolf der Geologie an: Durch Verwitterung entstand ein Lehm mit steinernen Bruchstücken in der Grösse der Fettstückchen in einer Salami. Fertig! Reben, die in einem solchen Substrat wurzeln, geht es wie einem Leckermaul beim Verzehr einer ausgezeichneten Saucisson: Nährstoffe, Mineralien und das richtige Quantum Wasser bescheren ihnen eine Gourmandise zum Zungeschnalzen. Die Zisterzienser, und nun kommen wir langsam zur eigentlichen Geschichte, verstanden nicht nur etwas vom Essen und Trinken, sie hatten auch ein untrügliches Auge für die besten Weinbergslagen, als sie sich im 12. Jahrhundert über Europa hin ausdehnten: Nach der Gründung des Stammklosters Cîteaux (1098) gelang es dem unternehmungslustigen Orden nur rund 15 Jahre lang, die Füsse still zu halten. Ab 1113 folgte dann eine «Filiation» nach der anderen. 1136 machten sich Zisterzienser aus Clairvaux – also aus dem heute zur Champagne zählenden Département Aube – in den Rheingau auf, wo sie mit dem Segen des Mainzer Erzbischofs eine bereits zuvor bestehende Struktur der Benediktiner übernahmen. Bald darauf begannen sie, eigenhändig den Wald in ihrer Nachbarschaft zu roden.
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