«In diesem Beruf ist der Erfolg ein Prozess über viele, viele Jahre.»

Stille Kunst: Peter Knogl im Portrait

Stephan Thomas, 30.01.2018

Peter Knogl zählt zu den drei besten Köchen der Schweiz. Dennoch ist ihm der Erfolg nicht anzumerken. Fast zurückhaltend gibt sich der Spitzenkoch, während seine Gerichte für ihren Tiefgang weltberühmt sind.

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Bis auf Platz vier der Weltrangliste ist Peter Knogl dieses Jahr geklettert, der Chef des Restaurants «Cheval Blanc» im Basler Vorzeigehotel «Les Trois Rois». So sieht es jedenfalls das Portal «La Liste», wo die verschiedensten Bewertungen und Rankings nach einem ausgeklügelten System zusammengerechnet werden. Ein schöner Erfolg für den zurückhaltenden Knogl, der mit drei Sternen zu einem der drei besten Köche der Schweiz zählt. Diskret tritt er auf, aber seine Erscheinung ist imposant, sein Händedruck markig – mit ihm würde man keinen Streit anzetteln wollen. Was er zu sagen hat, sagt er klar. Macht weder zu viel noch zu wenig Worte. Ein Ausdruck seiner Herkunft vielleicht? «Ich bin auf dem Land aufgewachsen, auf einem Bauernhof in Bayern. Wir sind sehr konsequent erzogen worden. Das hat mir später in meinem harten Beruf geholfen. Besonders dabei, die Höhen und Tiefen besser zu überstehen. Namentlich die Tiefen – es gibt ja auch Phasen, wo es nicht so gut funktioniert.» Im Moment funktioniert es allerdings bestens. Knogl steht einem der höchstbewerteten Lokale des Planeten vor. Was macht eigentlich eine grosse Küche aus? «Sie muss zunächst einen Wiedererkennungswert bieten. Unsere Küche ist auf Geschmack gebaut. Andere legen den Schwerpunkt auf Entertainment und Optik. Coole Produkte sind auch wichtig – und die Saisonalität natürlich.» Das würden wohl die meisten Spitzenköche unterschreiben. Dennoch interpretieren sie die Kochkunst oft sehr unterschiedlich. Knogls Stil unterscheidet sich beispielsweise deutlich von jenem des Drei-Sterne-Avantgardisten Andreas Caminada, auch wenn dieser Knogls Teller sehr schätzt.

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