Radda im Herzen des Chianti Classico. Hier entstanden in den 70er- und 80er-Jahren die ersten Supertuscans.

Stolze Supertuscans: Best of Toscana Centrale 2024

Othmar Kiem, Simon Staffler, 01.03.2024

Die Supertuscans entstanden in den 70er- und 80er-Jahren aus Protest gegen ein obsolet gewordenes Produktionsreglement. Unter der schlichten Bezeichnung »Vino da Tavola« kreierten qualitätsbewusste Winzer Weine, die die Welt aufhorchen ließen.

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Supertuscans sind das Ergebnis der Renaissance des toskanischen Weins in den 70er- und 80er-Jahren. In den Produktionsbestimmungen für Chianti Classico, der wichtigsten Denomination im zentralen Hügelland der Toskana, war damals noch zwingend die Zugabe von weißen Traubensorten vorgesehen. Als Antwort darauf begannen viele engagierte Winzer mit französischen Sorten zu experimentieren, in ­erster Linie mit Cabernet Sauvignon und Merlot. Man wollte dem damals schwachbrüstigen und stark säurebetonten Sangiovese mehr Gehalt geben. Andere Winzer konzentrierten sich auf die angestammte Sorte Sangiovese und erzeugten daraus einen sortenreinen Wein. Beide Varianten waren vom Weingesetz nicht erlaubt, der kreative Ausweg hieß »Vino da Tavola«.

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