Die Cantine Stucky-Hügin über dem Lago Maggiore. Werner Stucky legte in den 1980er-Jahren den Grundstein für den Qualitätsweinbau im Tessin.

Tessin: Das Land des Merlot

Benjamin Herzog, 20.03.2023

Vergleicht man die sechs Weinregionen der Schweiz anhand der Grösse der Rebflächen, so belegt das Tessin den fünften Rang. Etwas mehr als 1100 Hektar stehen hier unter Reben. Was die Qualität betrifft, spielt die Rotweinregion im Süden der Alpen jedoch ganz vorne mit – insbesondere, seit viele Produzenten die Eleganz für sich entdeckt haben.

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Im Jahr 2022 war es besonders augenscheinlich: Das Tessin ist und bleibt die Sonnenstube der Schweiz. Mehr als 2500 Sonnenstunden wurden an den Wetterstationen in der italienischen Schweiz registriert – mehr als irgendwo anders im Land. Auch wenn sich hieraus schliessen lässt, dass das Tessin nur sonnig und trocken ist, fallen Niederschläge hier in normalen Jahren nicht zu knapp. Die hohe Sonneneinstrahlung, verbunden mit einer guten Wasserversorgung, beschert dem Landstrich erst­klassige Voraussetzungen für den Weinbau. Seinen Ursprung hat der Tessiner Wein zu Zeiten der Römer, die Tessiner Weinlandschaft, wie wir sie heute kennen, wurde aber erst vor etwas mehr als 100 Jahren begründet.

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