«Waltraud» heisst der Kellerneubau, den Torres 2008 in Betrieb nehmen konnte – eine Hommage an Miguel A. Torres’ (deutsche) Ehefrau Waltraud.

Torres: Aus Katalonien in die Welt

Ulrich Sautter, 21.01.2021

Kein spanisches Weingut besitzt international einen höheren Bekanntheitsgrad: Die Weine, die Familie Torres in Katalonien und anderswo erzeugt, haben spanische Weinbaugeschichte geschrieben.

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Als der Ort Vilafranca del Penedès im Jahr 1865 Anschluss an Spaniens Eisenbahnnetz fand, hatten Jaime Torres und sein Bruder Miguel eine Idee: Nachdem es nun so einfach war, Waren in den Hafen Barcelona zu transportieren, warum nicht in die Vermarktung von Wein einsteigen? Miguel Torres pflegte, wie schon 14 Generationen vor ihm, die Weinberge der Familie in den Hügeln des Penedès. Aber bislang waren die Trauben immer an Händler verkauft worden, Wein hatte die Familie nur für den Eigenbedarf gekeltert. Jaime Torres lebte auf Kuba und hatte dort durch die glückliche Beteiligung an einer Erdölbohrung ein Vermögen gemacht. Ein eigenes Handelsschiff und ein gutes Netzwerk in der damaligen spanischen Kolonie besass er auch. Also stürzten sich die beiden Brüder in das Wagnis: 1870 eröffneten sie eine Bodega direkt gegenüber des Bahnhofs von Vilafranca del Penedès. In aller Stille und Bescheidenheit war damit nichts weniger als eine Weltmarke geboren.

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