Harmonie: Zigarren und Cognac

Traum-Paare: Cognac und Zigarren

Angelo Peer, 13.01.2017

Eins und eins ist mehr als bloss zwei – mit dem richtigen Cognac-Zigarren-Pairing spielen die Aromen harmonisch zusammen oder erzeugen gar eine neue Spannung.
Falstaff zeigt, welcher Cognac zu welcher Zigarre passt.

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Es ist eine klassische Trias, die sich durch die Gourmetgeschichte der letzten zwei Jahrhunderte zieht: Kaffee–Cognac–Zigarre als Abschluss eines guten Essens. Dieser Topos wurde zwar im Lauf der Zeit immer wieder substituiert durch Rum, (vornehmlich Malt-)Whisky, ja sogar durch die banale Zigarette, aber seiner einzigartigen Kultstellung konnte das nichts anhaben. Besonders heute erlebt er ein Revival – gemeinsam mit anderen Pairings, also der Zusammenführung und gegenseitigen Abstimmung von Aromen beim Essen und Trinken. Zu Beginn einige grundlegende Gedanken zum Cognac-Zigarren-Pairing: Weinbrände stehen einander geschmacklich näher als Zigarren. Sie hinterlassen in der Regel ein eindeutiges, liebliches, blumiges und einander ähnliches Geschmacksbild bei durch die Bank vierzig Volumenprozenten. Unter den verschiedenen Zigarrenformaten und -marken ist die Vielfalt größer. Sie reicht von »nichts gespürt« eines extrem leichten dominikanischen Exemplars bis zum wuchtigen Nikotinhammer einer kubanischen Partagás 8-9-8. Was das Verhältnis des Tabaks nicht nur zu Cognac, sondern jedwedem Brand und auch Wein angeht, sollte die Geschmacksintensität der Zigarre die Wahl des Getränks widerspiegeln. Dabei gibt es zwei Denkschulen. Die einen meinen, das Verhältnis müsste ausgewogen sein, die anderen, die Zigarre sollte die Führung übernehmen: Milde Zigarren werden mit Cognac, Champagner oder einem trockenen Rotwein gepaart, kräftige Habanos mit kubanischem Rum oder einem hochprozentigen Whisky. Klingt ja gut, aber das Ganze hat einen Haken: Was ist mild und was ist stark? Das hängt nämlich von der einzelnen Genuss-Persönlichkeit und deren Biografie ab. Denn durch stetige Übung verändert man sein Sensorium. Ein Beispiel: Leute, die in ihrer Jugend nicht einmal eine einzige Montecristo am Abend vertrugen, können als Erwachsene mehrere am Tag rauchen. Und ist die würzige Stärke, die von der Aromenfülle einer Davidoff ausgeht, vergleichbar mit jener trockenen Stärke des klassischen kubanischen Typs à la Bolívar? Die Antworten kann nur die Praxis bringen. Im Folgenden haben wir Cognacs und Puros zu Paaren gemacht, von denen wir glauben, dass sie zusammen ein Surplus ergeben.

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