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«Plopp!» Leuchtend rubinfarben fliesst der Wein ins Glas. Im Hintergrund plätschern die sanften Wellen des Gardasees, auf dem Tisch ein gebackener Lavarello, eine Felchenart aus dem See, und etwas grilliertes Gemüse. Der frische Bardolino passt herrlich dazu. Das pure Sommervergnügen. In den vergangenen Jahren wurde Venezien bei Weinliebhabern auf der ganzen Welt vor allem durch Amarone della Valpolicella und sprudelnden Prosecco beliebt. Dabei hat man vergessen, dass die Region einst für leichte, saftige Rotweine mit sanftem Tannin berühmt geworden ist. In erster Linie sind das Bardolino und Valpolicella. Die beiden Weine entstehen aus den gleichen Rebsorten, alles lokale Varietäten: Corvina, Rondinella und Molinara. Eine bewährte Mischung, die schon seit Jahrhunderten die lokalen Rotweine prägt. Beide Gebiete liegen nicht weit voneinander entfernt, nur durch das breite Etschtal getrennt, das hier aus den Alpen hervorbricht. Aber es gibt auch wichtige Unterschiede. Luciano Piona, Bardolino-Produzent am Weingut Cavalchina: «Unsere Küche ist vom See geprägt. Zu Fisch braucht es nur wenig Tannin. Ausserdem ist bei uns der Bardolino der Erstwein, da legen wir unser Herzblut hinein. Valpolicella hingegen ist bei vielen nur der Drittwein – nach Amarone und Ripasso.»
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