Viva la Käserevolution: Warum die Käsetheke so viel Bedeutung für das Bürgertum hat

Manfred Klimek, 10.11.2023

Der Titel verwirrt Sie? Doch er ist angebracht, denn die Käsetheke bei »Meinl am Graben« hat vor vierzig Jahren – und auch schon davor – das Verstehen von Käse in Österreich massiv befördert und verändert. Diese Käsetheke, wenn auch heute nur noch Vergnügen, war eine revolutionäre Institution.

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Das Wichtigste zuerst: Die ­Käsetheke ist noch da und man kann dort auch weiterhin vor dem Kauf ein Stückchen kosten, wenn man bei der Sortenwahl unentschlossen ist. Ansonsten ist im Meinl am Graben ›kein Stein auf dem anderen ­geblieben‹, wie Geschäftsführer Herbert ­Vlasaty beim gestrigen Pre-Opening sagte.« So schrieb die Tageszeitung »Kurier«, als der frisch renovierte Meinl am Graben vor zwei Jahren seine Türen wieder ­öffnete, um demselben Bürgertum, das ihm seit Jahren zu Recht die Treue hält, wieder jene Waren feilzubieten, von denen man manche auch anderswo bekommt – aber nicht in dieser Weltstadtatmosphäre.

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