Ein ausgeklügeltes Aromenspiel, unterschiedliche Zubereitungsmethoden –  und sogar die Farben der Zutaten sind aufeinander abgestimmt: Die japanische Kulinarik ist ein Gesamtkunstwerk.

Vollendeter Genuss: Was die »fünf Elemente« mit dem Erfolg japanischer Kulinarik zu tun haben

Christoph Schwarz, Sascha Rettig, Peter Moser, Dominik Vombach, 21.03.2024

Die japanische Kulinarik ist eine wahre Form der Kunst. Im Westen hat sie in den vergangenen Jahrzehnten einen regelrechten Siegeszug gefeiert. Ihren Aromen und ihrer Ästhetik liegt die traditionsreiche »Fünf-Elemente-Lehre« zugrunde, die sie in besonderem Maße gesund und bekömmlich macht.

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Die ersten erhaltenen Berichte zur japanischen Esskultur waren beileibe alles andere als schmeichelhaft: »Sie haben Ingwer, Zitrusfrüchte, Szechuanpfeffer und Mioga-Ingwer, wissen aber nicht, wie man sie beim Kochen verwendet«, ist da zu lesen. »Und da das Klima warm ist, wird im Sommer wie im Winter rohes Gemüse gegessen. Bei den Mahlzeiten essen sie mit den Fingern.« Die Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 239 nach Christus – und sind freilich nicht von der Insel selbst, sondern aus den Chroniken der Wei-Dynastie des benachbarten China. Lesenswert und erkenntnisreich sind sie bis heute.

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