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Die Sprachgrenze zwischen der Deutschschweiz und dem französisch sprechenden Teil des Landes bezeichnet man als Röstigraben. Gemeint sind damit lange nicht nur sprachliche Differenzen, sondern vor allem solche kultureller Art. Wie der Name impliziert, können diese Unterschiede durchaus auch kulinarischer Natur sein. Die Deutschschweizer sind zum Beispiel der Überzeugung, dass in den Wirtshäusern am Genfersee schon am Mittag Wein getrunken wird, während das in Bern oder Zürich je länger je mehr die grosse Ausnahme ist. Ein negativ geladenes Vorurteil ist das allerdings nicht – viel mehr bewundern die Restschweizer die Romands dafür, dass ihre Bevölkerung die eigenen Erzeugnisse schätzt und man nicht schief angesehen wird, wenn man zum Lunch ein Glas Wein bestellt. Ob nun in der Romandie am Mittag wirklich mehr Wein getrunken wird, ist dabei übrigens unerheblich – auch wenn ein Essen in einem klassischen Waadtländer Wirtshaus durchaus diesen Eindruck vermittelt.
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