Malerische Kulisse: der Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut mit dem Berg Dent de Ruth im Hintergrund.

Waadtländer Naturparks: Into the Wild

21.05.2019

Gleich zwei bedeutende Naturparks befinden sich auf Waadtländer Boden: Im «Parc Jura vaudois» und im «Parc naturel Gruyère Pays-d’Enhaut» lässt sich die einzigartige Flora und Fauna erkunden.

Werbung

Das Waadland glänzt nicht nur mit kulinarischen Höhenflügen, sondern auch mit unberührter Natur und historischen Stätten, welche die Herzen der Natur- und Geschichtsliebhaber höherschlagen lassen. Nördlich von Nyon erstreckt sich der Parc Jura vaudois, ein 530,6 Quadratkilometer grosser Naturpark. Der Park umfasst den breiten Höhenrücken der vordersten Jurakette und liegt im Mittel auf 1300 bis 1400 Metern über Meer. Die Natur- und Kulturlandschaft geht hier auf das Mittelalter zurück, als die Bewohner der Region verschiedene Waldabschnitte rodeten und die Rodungsflächen anschliessend in Sommerweiden für das Vieh verwandelten. So entstand durch Menschenhand ein einzigartiges Nebeneinander von ausgedehnten Wäldern und Bergweiden. Ab dem 12. Jahrhundert waren die Klöster von Oujon, Bonmont und Saint-Claude federführend bei diesem Prozess. Auf den Höhen wurden verschiedene Sennenhöfe errichtet, in denen Käse hergestellt wurde. Heute werden die Weiden immer noch extensiv genutzt, und auch die Waldwirtschaft hat eine gewisse Bedeutung. Zum Naturpark wurde die Region erst auf Initiative des Geologen Daniel Aubert. Er war es, der im Jahr 1971 die Einrichtung von Skianlagen, wie sie damals auf französischer Seite am Noirmont errichtet wurden, unterbinden wollte. Mit Erfolg, denn im Jahr 1973 wurde auf seine Bestrebungen hin ein Vertrag unterzeichnet, der das Parkgebiet mit seinen ausgedehnten Wäldern und Bergweiden unter Schutz stellte.

Weiterlesen

Werbung