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Der Name Hirtzberger taucht das erste Mal im Jahre 1757 nachweislich in der Wachau auf. Ein Schneider namens Martin Hiertzberger war damals aus dem steirischen Pöllau als Geselle nach Wösendorf zugezogen, wo er nun ansässig wurde. Sein Sohn Leopold war ebenfalls gelernter Schneider, heiratete eine Hauerstochter aus Feuersbrunn und betätigte sich bereits um das Jahr 1800 nebenbei als Weingärtner. Ende des 19. Jahrhunderts übersiedelte sein Nachfahre Eduard Hirtzberger von Wösendorf nach Spitz, wo er als Hauer und Essigproduzent erfolgreich war. Und sein 1890 geborener Sohn Franz kann als Gründer des heute längst legendären Weinguts Franz Hirtzberger gesehen werden, das sich in einem schmucken, uralten Hauerhof aus dem 13. Jahrhundert am Fusse eines steil aufragenden Weinbergs namens Singerriedel etablierte. Franz Hirtzberger II., im Jahre 2007 im 85. Lebensjahr verstorben, legte nicht nur den qualitativen Grundstein in der Weinproduktion, er hinterliess den kommenden Winzergenerationen der Wachau auch ein wichtiges Erbe: Im Jahr 1972 wurden Pläne zur Errichtung eines Donaustaukraftwerks in der Wachau bei Rossatz bekannt. Hirtzberger gründete als damaliger Bürgermeister von Spitz den «Arbeitskreis zum Schutz der Wachau» und organisierte mit Gleichgesinnten den Widerstand gegen das Stauprojekt, von dem negative Auswirkungen für den Weinbau und die einzigartige Kulturlandschaft befürchtet wurden. Abertausende Unterschriften wurden gesammelt, Prominenz aus Kunst, Kultur und Wissenschaft mobilisiert, ein Blaubuch verfasst und Regierung und Bundespräsident überreicht. Zu guter Letzt sah die Donaukraftwerksgesellschaft DOKW vom Bau ab, und die Wachau durfte ihr altes Antlitz bewahren. Sie wurde im November 2000 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
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