Warum wir alle belgische Pommes frites lieben

Philipp Laage, 07.07.2026

Doppelt frittiert, mit Sauce serviert und am besten im Stehen gegessen: Pommes sind in Belgien kein gewöhnlicher Snack, sondern ein Stück nationaler Identität. Im traditionellen Fritkot treffen Handwerkskunst und Alltagsrituale aufeinander.

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Auf dem Place Jourdan in Brüssel zeigt sich ein ungewohntes Bild. Ob Student oder Malocher, Tourist in Shorts oder EU-Spitzenbeamter im Designeranzug – sie stehen in derselben Schlange für eine Tüte Fritten. Bei »Maison Antoine« löst sich die soziale Hierarchie auf. Die Menschen kommen beim Warten ins Gespräch, teilen sich eine Bank, viele essen ihre Pommes auf der Terrasse eines nahen Cafés. »Es ist eine Kultur ungezwungener Geselligkeit ohne jede Prätention, eine tief verwurzelte lokale Tradition«, sagt Pascal Willaert, der Betreiber der berühmten Frittenbude.

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