Mit der Natur: Das Weingut Besson-Strasser arbeitet nach biodynamischen Richtlinien. Hauptsächlich aus Qualitätsgründen.

Weinbau: Kein Reinfall am Rheinfall

08.05.2019

Das Winzerpaar Nadine und Cédric Besson-Strasser bewirtschaftet seine Reben seit 2004 biodynamisch und liefert seine Weine mit wachsendem Erfolg auch an exklusive Adressen in der Stadt Zürich.

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Das Zürcher Weinland ist ein nahezu unbeschriebenes Blatt in der Schweizer Weinlandschaft. Nicht zuletzt, weil niemand so wirklich weiss, dass es diesen Flecken Erde überhaupt gibt. Als letzte Enklave des Kantons Zürich, zwischen den Kantonen Schaffhausen und Thurgau sowie der deutschen Grenze gelegen, wird die Region oftmals übersehen. Wenige Spitzenwinzer versuchen hier, das durchaus vorhandene Potenzial der Gegend in ihren Weinen auszudrücken. Noch immer besteht die Region zum Grossteil aus reinen Traubenproduzenten und die bewährte Tradition wird grossgeschrieben. Nur wenige hundert Meter vom Rheinfall, in Uhwiesen, befindet sich das Weingut Besson-Strasser, eine Keimzelle des Umbruchs, wenn man so möchte. Denn hier arbeitet man seit dem Jahr 2004 biodynamisch. Etwas, von dem viele Winzerkollegen behaupten, es sei in der Nordostschweiz gar nicht möglich. Unter anderem, weil der Niederschlag zu hoch sei und damit auch der Krankheitsdruck, also die Gefahr von Echtem und Falschem Mehltau. Nadine Strasser und Cédric Besson wollten es trotzdem mit der alternativen Arbeitsweise versuchen und stellten im Jahr 2004 die erste kleine Parzelle um. Das Paar hatte sich zuvor während seiner Winzerausbildung in der Westschweiz kennengelernt und ist seitdem untrennbar. Nadines Vater führte eben in Uhwiesen ein Weingut, den Winzerkeller Strasser, in den die beiden einstiegen. Dem biodynamischen Weinbau gegenüber war der Vater erst etwas kritisch eingestellt. Nachdem die erste Parzelle jedoch wunderbare Ergebnisse zeigte, stellte man Stück für Stück auch die anderen Parzellen um und bewirtschaftet heute das ganze Weingut entsprechend den Praktiken der Biodynamie. «Mit ausschlaggebend für die Umstellung war, dass ich nach den Pflanzenschutzspritzungen mit den zuvor verwendeten konventionellen Mitteln Hautausschläge bekam», erzählt uns Nadine Strasser bei unserem Besuch. «Ausserdem wussten wir, dass viele legendäre Wein­güter auf dieser Welt nach biodynamischen Prinzipien arbeiten und viele grosse Weine auf diese Weise entstehen.

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