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Ein geologisches Quartett begleitet das etwa 150 Kilometer lange Flüsschen Kamp auf dessen Weg vom kühlen Waldviertel bis zu seiner Mündung in die Donau im warmen Tullner Becken. Die vier Gesteinsarten Löss, Schotter, Sandstein und Konglomerat bilden die Basis für ein buntes geologisches Puzzle, das sich über das ganze Gebiet verteilt und von einstigen Meeren und Vulkanen, von urzeitlichen Verlagerungen von Flussbetten und von Anwehungen von Flugstaub während der Eiszeiten zeugt. Neben diesem individuellen Bodengemenge sorgt ein spezielles Kleinklima für Frische und ausgeprägte Aromatik in den Trauben. Das Spiel zwischen der Hitze am Tag und den eher zurückhaltenden Nachttemperaturen verleiht den Trauben große aromatische Finesse und eine spritzige Säure, und so wird schließlich die Dynamik zwischen dem heißen, pannonischen Becken im Osten und dem kühlen Waldviertel im Nordwesten in jedem einzelnen Kamptaler Wein bemerk- und erkostbar.
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