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Das Österreich der Nachkriegsjahre war in Sachen Weininternationalität alles andere als ein Streber. Erst mit wachsender Urlaubsreisetätigkeit – zunächst meist nach Italien – fand auch der einfache Rotwein aus der mit Bast umwickelten »Fiasco-Flasche« aus dem südlichen Nachbarland zunehmend Absatz. Davor war in der Hauptsache auf Basis des »Accordino« von 1949 Wein aus der Region Südtirol-Trentino zollfrei nach Tirol und Vorarlberg eingeführt worden. Der Fachhandel und die Nobelgastronomie präsentierten französische Klassiker wie Beaujolais und Chablis, spätestens bei Rioja war mit der Neugier der heimischen Konsumenten aber auch schon wieder Schluss. Wein aus Übersee, heute eine Selbstverständlichkeit und in jedem Supermarkt zu finden, war in Österreich länger ein unbekanntes Genussmittel als Bananen in der DDR.
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