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Es braucht einiges, um sich an Grenzen zu wagen und diese vielleicht sogar zu durchbrechen. Mut gehört sicherlich dazu, genauso wie Enthusiasmus und Risikobereitschaft. Man kann sich darin verlieren, braucht immer wieder einen Anker, der erdet. Hans-Peter Schmidt, Winzer auf Mythopia im Wallis hat seinen Anker gefunden und der heisst Weinbau. Schmidt ist nicht nur Winzer, sondern vielmehr Forscher, einer, von dem man getrost behaupten kann, dass er die Grenzen des Vorstellbaren überschreitet. Schmidt forscht im Bereich der Ökologie, betreut mit seinem Ithaka-Institut unter anderem Projekte in Bangladesch, Nepal und Kuba. Es geht um Nahrungssicherung, die Bereitstellung von landwirtschaftlichen Methoden für Bauern in strukturschwachen Staaten, um das Überleben zu sichern, unabhängig von unerreichbarer Technologie und Chemie. Wein erdet ihn, wie er selbst sagt, um sich nicht in der Theorie zu verlieren. Schmidt, der ursprünglich aus Deutschland stammt, landete vor über zehn Jahren im Wallis und war auf der Suche nach einem Weg, seine Theorien in die Praxis zu übertragen, zu testen, ob die geistigen Konstrukte auch in der Realität funktionieren. Hier gab es nur Kühe und Weinbau. Kühe interessierten Schmidt nicht, Wein im Hinblick auf sein Forscherdasein umso mehr. Denn für ihn beinhaltet das Produkt die Möglichkeit Qualität zu erfassen, sei es durch Experten oder Konsumenten. Also am Ende ein Feedback zu bekommen, ob sein ökologischer Ansatz funktioniert und auch im Glas spürbar ist. So wurde Mythopia geboren, ein Weingut, das weltweit einzigartig ist.
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