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La Côte ist das grösste aller Waadtländer Weinbaugebiete. Es erstreckt sich über rund 45 Kilometer zwischen Lausanne und Genf entlang des Sees. Auf den kiesigen Böden am Seeufer und den schwereren Böden an den Juraausläufern findet nicht nur der Chasselas ideale Bedingungen, auch andere Traubensorten gedeihen hier prächtig. Rund 50 Prozent des Waadtländer Rotweins wächst in der Region. Zu den berühmtesten Weindörfern von La Côte gehören Bursins, Echichens, Féchy, Tartegnin, Vinzel und Rolle. Gerade die Weissweine aus La Côte – Féchy, Mont-sur-Rolle und Co. – gelten als hervorragende Apéroweine, das bestätigt auch François Schenk, der hier unter anderem die Domaine Château de Châtagneréaz besitzt. Vor einigen Jahren hat Schenk von diesem Weingut bei Mont-sur-Rolle eine Spezialbox lanciert, die mehrere Chasselas-Jahrgänge vereint. Gereifter Mont-sur-Rolle, lohnt sich das denn? «Chasselas sollte man reif trinken», sagt François Schenk bestimmt. «Erst nach zwei bis drei Jahren zeigt er sein volles Aromenprofil – fast wie ein Champagner.» Immer mehr Kunden würden diese Meinung teilen und gerade in der Gastronomie seien die gereiften Flaschen von Château de Châtagneréaz gefragt. Die Probe zeigt es: Die vermeintlich einfachen Weissweine von La Côte profitieren durchaus von einigen Jahren in der Flasche und müssen sich vor vielen Weinen berühmterer Waadtländer Provenienzen alles andere als verstecken.
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