Muss man jetzt auf Bier und Brot verzichten und zu Alternativen greifen?

Weizen: Braucht es Alternativen?

Marlies Gruber, 30.05.2016

Dem Weizen werden viele schlechte Auswirkungen auf den menschlichen Körper nachgesagt. Aber sind diese Zweifel an der Getreideart begründet?

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Glaubt man populärwissenschaftlichen Büchern, dann hat es der Weizen in sich. Er soll süchtig und dick machen, Entzündungen und Alterung fördern, die Gehirnleistung beeinträchtigen sowie Schizophrenie und Autismus verstärken. Das ist starker Tobak. Dass Weizen Probleme machen kann, ist nicht neu. Allerdings trifft das nur auf eine sehr kleine Personengruppe zu: Menschen, die an einer Weizenal­lergie oder Zöliakie leiden. 0,1 Prozent der Bevölkerung fallen in die erste Gruppe, rund ein Prozent in die zweite. Bei einer Weizenal­lergie kommt es zu einer überschiessenden Immunreaktion, bei Zöliakie wird das Klebereiweiss Gluten nicht vertragen. Es bildet ­in wässriger Lösung eine zäh-elastische Masse, die bei der Brotherstellung die Hauptstruktur des Teiges ausmacht und bewirkt, dass das Teigvolumen zunimmt. Bei Zöliakie-Erkrankten schädigt Gluten die Schleimhaut der Dünndarmzotten. Dadurch können Vitamine, Mineralien, Kohlenhydrate oder Fette nur noch bedingt oder gar nicht mehr über den Dünndarm aufgenommen werden. Bemerkbar macht sich eine Zöliakie unter anderem durch Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall, Gewichtsverlust, Vitamin- und Eiweissmangel. Betroffene müssen ihr Leben lang komplett auf glutenhaltiges Getreide verzichten. Dazu zählen Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern und Dinkel und klarerweise alle entsprechenden Produkte wie Brot, Kekse, Müsli, Paniertes, Nudeln und auch Bier.

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