Wie aus Gerste Whisky wird

Erhard Ruthner, 12.09.2019

Die Herstellung eines Whiskys – vom Mälzen bis zur Fasslagerung – ist genau definiert, und trotzdem schmeckt jeder von ihnen ganz individuell.

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Jedem Whisky liegt zunächst die Aufbereitung des Getreides zugrunde. Im Falle eines Malt Whiskys handelt es sich dabei um Gerste. Da die in den Gerstenkörnern vorhandene Stärke nicht direkt in Alkohol verwandelt werden kann, muss der vergärbare Zucker erst generiert werden. Die auch beim Bier übliche Mälzung des Getreides ist bereits der erste Schritt, der den Geschmack des fertigen Malts beeinflusst. Die angefeuchteten Gerstenkörner werden zum Keimen gebracht, sodass natürlich im Korn vorkommende Enzyme die Stärke in Zucker umwandeln. Dieser Prozess im sogenannten Grünmalz muss allerdings auch wieder gestoppt werden, da sonst der Zucker beim Austreiben der Körner verpufft. Beim Trocknen (Darren) kommt es auf die Temperatur und das Brennmaterial an, um den Geschmack des fertigen Malzes und damit letztlich auch des Whiskys zu bestimmen.

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