Werbung
Der Hang der Wiener zum Morbiden nimmt in Simmering großflächige Form an: Auf 2,5 Quadratkilometern erstreckt sich der zweitgrößte Friedhof Europas, umrahmt vom Verschiebebahnhof, der Grenze zu Niederösterreich und einer nicht enden wollenden Simmeringer Hauptstraße. Eine Schönheit ist diese nicht, aber für die rund 110.000 Einwohner des Bezirks ist sie die infrastrukturelle Achse durch ihre Satellitenstadt. In allen Schattierungen von Asphaltgrau durchquert die Simmeringer Hauptstraße die Wohn- und Industriegebiete der Wiener Peripherie, flankiert von den Schienen der Straßenbahn 71. Seit über 115 Jahren verbindet die Friedhofslinie die Innenstadt mit der sprichwörtlichen Endstation.
Werbung